Abschlussbericht

Abschlußbericht

Ausstellungen
„ArtDialog, Junge Kunst aus der Republik Moldau“
in Bonn, Dresden und Magdeburg


Zeitraum 16. November 2004 bis 28. April 2005
(gefördert von der Kulturstiftung des Bundes, Projekt-Nr. 04.0326)

Inhalt

1.    Einführung

2.    Vorbereitende Arbeiten
2.1    Reise nach Chisinau
2.2    Reise nach Leipzig
2.3    Reise nach Paris

3.    Vorarbeiten in Bonn
3.1    Katalogerstellung
3.2    Erstellung CD-ROM
3.3    Erstellung eines Flyers
3.4.    Aufbereitung von Informationsmaterial
3.5    Organisatorische Unterstützung
3.6    Übersetzung der Eröffnungsreden

4    Ausstellungen in Bonn vom 16.11. bis 22.12.2005
4.1    Vernissage bei der Deutschen Welle
4.2    Vernissage im Rathaus Hardtberg/ Stadt Bonn
4.3    Betreuung der Künstler in Bonn

5.    Ausstellung in Dresden vom 16.01. bis 12.03.2005 und Vernissage

6.    Ausstellungen in Magdeburg vom 17.03. bis 28.04.2005
6.1    Vernissage in der Bibliothek der Otto-von-Guericke-Universität
6.2    Vernissage beim Mitteldeutschen Rundfunk

7    Bewerbung der Ausstellung und Presseresonanz
7.1    Bonn
7.2    Dresden
7.3    Magdeburg

8.    Transport
8.1    Transport aus Chisinau, Paris und Leipzig
8.2    Transporte in Deutschland und Rücktransporte

9.    Erfahrungen und Schwierigkeiten

10    Zusammenfassung und Ausblick
 
1.    Einführung

Die Ausstellungen „ArtDialog, Junge Kunst aus der Republik Moldau“ mit zeitgenössischer moldauischer Malerei, Grafik und Video-Kunst in Bonn, Dresden und Magdeburg sind erfolgreich abgeschlossen worden. ArtDialog e.V., Gesellschaft zur Förderung der europäischen Integration durch Kunst ist der Kulturstiftung des Bundes dankbar für das Vertrauen, das sie dem Projekt von ArtDialog entgegengebracht hat. Ohne die Förderung durch die Kulturstiftung des Bundes hätte das Projekt nicht realisiert werden können.

Alle vertraglich vereinbarten Leistungen wurden erbracht und alle Ziele des Ausstellungsprojekts, einen Beitrag zur europäischen Integration durch Kunst zu leisten, konnten durch die Präsentation der Werke zeitgenössischer Künstler aus der Republik Moldau sehr gut erreicht werden.

Das Projekt gewinnt durch folgende zwei Aspekte an zusätzlicher politischer Bedeutung:

Am 6. Mai 2004 machte Frau Claudia Nolte, MdB, als Beauftragte des Deutschen Bundestages für die Republik Moldau vor dem Deutschen Bundestag deutlich, dass sich drei Jahre nach dem Amtsantritt der Kommunisten in der Republik Moldau die „politischen, die wirtschaftlichen und die bürgerlichen Freiheiten nicht verbessert“ haben. Es sei sogar eher das Gegenteil zu beklagen: „Gerade die jüngsten Versuche der Regierung, unabhängige Medien zu verbieten, zeigen, dass man dort noch sehr weit entfernt von unseren europäischen Standards und unserem Demokratie-
Verständnis ist.“ (Stenografischer Bericht der 108. Sitzung des Deutschen Bundestags vom 6. Mai 2004, S.9856, Top 14).

Wenige Monate später, am 16. November 2004, begrüßte der Botschafter der Republik Moldau, Herr Dr. Igor Corman, anlässlich der Ausstellungseröffnung bei der Deutschen Welle in Bonn die Initiative von ArtDialog und nutzte die Gelegenheit, den Wunsch seines Landes, Mitglied der Europäischen Union zu werden, öffentlich vorzutragen.

ArtDialog hat mit diesem Ausstellungsprojekt unterschiedliche Aspekte des Kunstschaffens in der Republik Moldau, einem in Deutschland weitgehend unbekannten Land, vorgestellt. Der Öffentlichkeit in den Städten Bonn, Dresden und Magdeburg konnte durch die Präsentationen in den Ausstellungen gezeigt werden, dass sich in der Republik Moldau eine eigenständige, zeitgenössische Kunstszene herausgebildet hat, die danach drängt, auf dem internationalen Parkett wahrgenommen zu werden. Zugleich konnte sich ein interessiertes Publikum einen Eindruck vom hohen Niveau der individuellen künstlerischen Leistungen der präsentierten Künstler verschaffen.

ArtDialog ist es gelungen, durch die Ausstellungen die Republik Moldau als Teil Europas darzustellen. Dies wurde auch von der Botschaft der Republik Moldau wiederholt anerkennend zum Ausdruck gebracht. Die Besuche der moldauischen Künstler während der Ausstellungseröffnungen in Bonn und Magdeburg trugen zu diesem Prozess mit bei. Die intensiven Begegnungen und Gespräche zwischen Künstlern und Publikum erlaubten einen Austausch an Erfahrungen und Ideen. Sie leisteten einen Beitrag zum verständnisvollen Zusammenleben in einem sich neu gestaltenden Europa.

Die Identifikation unserer Partner mit dem Ausstellungsprojekt muss besonders hervorgehoben werden: Herr Dr. Oehmig, leitender Bibliotheksdirektor der Universität Magdeburg, drückte dies im Hinblick auf die grafischen Werke der moldauischen Künstler wie folgt aus: „Für die Bibliothek war die Begegnung von Buchdruck und künstlerischer Grafik ein Novum, das künftig weiter Schule machen soll. Es sollen Brücken gebaut werden zwischen unterschiedlichen Mentalitäten, Sprachen, Identitäten, ästhetischen Erfahrungen und künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten“.

Eine nachhaltig positive Resonanz wurde ArtDialog – wie bereits erwähnt - auch durch die Botschaft der Republik Moldau zu Teil. So freut sich Herr Dr. Igor Corman, Botschafter der Republik Moldau, „auf eine fruchtbare Fortsetzung unserer Zusammenarbeit, damit auch neue kulturelle Blicke aus der Republik Moldau dem deutschen Publikum angeboten werden können“.

In der Berichterstattung der Medien wurde die Intention von ArtDialog, einen Beitrag zur Förderung der europäischen Integration durch Kunst zu leisten, erfreulich positiv kommentiert. Besonders engagiert zeigte sich die rumänische Redaktion der Deutschen Welle (DW), die sowohl ein Interview mit den Künstlern, als auch ein Interview mit dem Mitglied von ArtDialog, der Kunsthistorikerin Frau Dr. Uta Friederike Miksche, zur kulturpolitischen Bedeutung des Projekts sendete. Auch der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) sendete einen Beitrag zur Ausstellung in Dresden.

Wie erfolgreich die Bemühungen von ArtDialog zur Förderung der europäischen Integration durch Kunst waren, zeigt sich auch an der Einladung für Frau Dr. Miksche, als Referentin an einem 10-tägigen „pleinair“ im August 2005 in der Republik Moldau teilzunehmen. Simion Zamsha, einer der an dem Ausstellungsprojekt beteiligten moldauischen Künstler und Professor an der Kunsthochschule in Chisinau, hat die Einladung ausgesprochen. Frau Dr. Miksche wird dort über die Situation der zeitgenössischen Kunst in Deutschland referieren und abschließend zur Eröffnung einer Ausstellung im National-Museum in Chisinau sprechen.

ArtDialog fühlt sich durch den Erfolg der Ausstellungen in Bonn, Dresden und Magdeburg ermutigt, seine Bemühungen um die Integration Europas durch die Konzeption und Durchführung neuer Kunst-Projekte fort zu führen.
 
2.    Vorbereitende Arbeiten

Nach der Gründungsphase von ArtDialog im Jahr 2001 und der Entwicklung eines Ausstellungskonzepts zur Präsentation zeitgenössischer Kunst aus der Republik Moldau sowie der erfolgreichen Beantragung von Fördergeldern bei der Kulturstiftung des Bundes konnte nach Überweisung des ersten Geldbetrages am 20.07.2005 mit der Realisierung des ehrenamtlich vorbereiteten Projekts begonnen werden. Der Zeitrahmen war eng und erforderte ein effizientes, erfolgsorientiertes Management.

2.1    Reise nach Chisinau, Republik Moldau, vom 08.08. bis 14.08.2004

Die Reise nach Chisinau, Republik Moldau, vom 08.08. bis 14.08.2004 im Auftrag von ArtDialiog diente der Auswahl der Exponate für die Ausstellung und war der Agentur Artconcept, Köln/Bonn, übertragen worden. Im Vorfeld dieser Reise waren durch Besuche der ArtDialog–Mitglieder, Herrn Ministerialrat Dr. Ludwig Dinkloh und Frau Dr. Miksche in Chisinau persönliche Kontakte und eine enge Kommunikation zu unseren Partnern, dem „Center for Contemporary Art“ in Chisinau, hergestellt worden. Die Kontakte gehen im wesentlichen auf Pavel Braila zurück, den Vertreter von ArtDialog nach seiner Beteiligung an der letzten Dokumenta in Kassel aufgesucht hatten, und der von der Konzeption von ArtDialog sehr angetan war. Pavel Braila stellte die Kontakte zwischen ArtDialog und seinen Künstlerkollegen her.

Die ausgewählten Künstler waren

    Pavel Braila,
    Lilia Dragneva,
    Elena Karachentseva,
    Lucia Macari,
    Juri Platon,
    Alla Rusu,
    Stefan Rusu,
    Ion Severin,
    Marc Verlan,
    Simion Zamsha.

Durch vertragliche Verpflichtung hatten alle ausgewählten Künstler bereits Ende 2003 ihre Teilnahme an dem Projekt schriftlich zugesagt. Bei der Organisation und Überwindung sprachlicher Schwierigkeiten war die Unterstützung der Dolmetscherin Tanja Madar hilfreich. Durch ihre vorangegangene Zusammenarbeit mit deutschen Regierungsvertretern unter wesentlicher Mitwirkung von Herrn Dr. Dinkloh aus dem Bundesumweltministerium, gleichzeitig Vorstandsmitglied von ArtDialog, war sie an einen deutschen Arbeitsstil gewöhnt, so dass die Zuarbeit sehr effizient war.

2.2     Reise nach Leipzig am 16.09.2004

Die Reise nach Leipzig am 16.09.2004 wurde ebenfalls von der Agentur Artconcept durchgeführt und diente der Auswahl der Exponate von Juri Platon in seinem Atelier in Leipzig.

2.3     Reise nach Paris vom 07.10. bis 08.10.2004

Die Reise nach Paris am 07./08.10.2004 war ebenfalls der Agentur Artconcept übertragen worden und diente der Auswahl der Exponate von Alla Rusu in ihrem Atelier in Paris. 
 
3.    Vorarbeiten in Bonn

3.1    Katalogerstellung

An den Katalog zur Ausstellung (s. Dokumentation) - die Qualität der Texte und das ästhetische Erscheinungsbild - wurden hohe Anforderungen gestellt. Mit der Erstellung der Texte waren Herr Vitalie Ciobano, Chefredakteur einer liberalen moldauischen Kulturzeitschrift und Vorsitzender des Pen-Club der Republik Moldau, sowie die Agentur Artconcept, Köln/Bonn, betraut. Die Übersetzung ins Englische wurde Herrn Georg Aescht, Bonn, übertragen. Lektoratsarbeiten wurden ehrenamtlich ausgeführt von Frau Dr. Miksche, Frau Monika Pohle und Frau Ursula Sasse. Mit der grafischen Gestaltung des Katalogs wurde die Firma Foto-Grafik Rühmekorf, Bonn, beauftragt, deren Qualität und Zuverlässigkeit ArtDialog durch bisherige Zusammenarbeit bekannt war und die bei der Katalogerstellung eine große Stütze war. Der Druck des Katalogs oblag der Druckerei Kliewer in Siegburg, über deren Qualität und Zuverlässigkeit ebenfalls gute Vorerfahrungen vorlagen. Die Auflage betrug 700 Exemplare. Die Kataloge wurden bei den Ausstellungen zum Preis von 10,- € zum Kauf angeboten. Die Nachfrage war leider geringer als angenommen. Die Kataloge wurden jedoch erfolgreich als Werbemittel für das Ausstellungsprojekt und in der Pressearbeit eingesetzt. Die Künstler selbst erhielten als Dank für ihre Mitwirkung jeweils 16 Exemplare.

Die Zusammenarbeit unter den oben genannten Beteiligten war außerordenlich erfolgreich, insbesondere unter dem Gesichtspunkt, dass die Gesamtherstellung des Katalogs unter erheblichem Zeitdruck verlief. Die für die Herstellung des Katalogs notwendigen Daten und Unterlagen (z.B. Biografien, Fotografien) wurden von einigen Künstlern erst nach mehrmaliger Anmahnung und z.T. erheblicher Überschreitung der gesetzten Frist zur Verfügung gestellt. Trotz dieser Schwierigkeiten und Zeitverzögerungen konnten die Beteiligten aufgrund ihrer fachlichen Kompetenz, verbunden mit gesundem Realisätssinn, den gedruckten Katalog termingerecht vorlegen.
 
3.2     Erstellung der CD-ROM

Mit der CD-Rom (s. Dokumentation) wurde dem Katalog ein neues, dem Medienzeitalter entsprechendes Informationsprodukt zur Ausstellung zur Seite gestellt. Mit der Gestaltung und Herstellung waren Foto-Grafik Rühmekorf, Bonn, und Ikarus-Computer, Bonn, beauftragt.

3.3    Erstellung eines Flyers

Eine Kurzdarstellung in Form eines Flyers (s. Dokumentation) informierte über das Anliegen der Ausstellungen, die Künstler und die Republik Moldau. Die Gestaltung des Flyers oblag der Firma Foto-Grafik Rühmekorf, Bonn. Der Druck wurde von der Druckerei Kliewer, Siegburg durchgeführt. Es wurden 4000 Exemplare bereitgestellt, die vom Publikum gut angenommen wurden.

3.4    Aufbereitung von Informationsmaterial


Mit der Aufbereitung von Info-Material über die Republik Moldau zur Bereitstellung an allen Orten der Ausstellung waren die Mitglieder von ArtDialog Frau Marlies Wilke und Herr Dr. Dinkloh befasst.

3.5    Organisatorische Unterstützung

Die Ausstellung in Bonn mit ihrem Rahmenprogramm wurde von der Firma pr-exact, die bereits an allen Vorbereitungsdiskussionen aktiv beteiligt war, organisatorisch unterstützt. Auf die ursprünglich geplante aktive Mitwirkung von pr-exact an den Ausstellungen in Dresden und Magdeburg wurde u.a. aus Kostengründen verzichtet. Der bestehende Werkvertrag wurde einvernehmlich aufgelöst. Anstehende organisatorische und dokumentarische Unterstützung wurde in die bewährten Hände von Foto-Grafik Rühmekorf gelegt.

3.6    Übersetzung der Eröffnungsreden


Die Übersetzung der Reden zu den Vernissagen in Bonn in die rumänische Sprache besorgte Herr Georg Aescht, Bonn.
 
4.    Ausstellungen in Bonn vom 16.11. bis 22.12.2005

Die wissenschaftliche Erarbeitung der Ausstellungskonzepte und ihre Realisierungen lagen in der Verantwortung der Agentur Artconcept, Köln/Bonn. Die Dokumentation der Ausstellung erfolgte durch Foto-Grafik Rühmekorf. Studentische Hilfskräfte und Mitarbeiter der Stadt Bonn unterstützten die praktische Realisierung der Ausstellung.

4.1    Die Vernissage bei der Deutschen Welle, Bonn

Die Kunstausstellungen der Deutschen Welle fanden im Konferenztrakt des attraktiven „Schürmann-Baus“ in unmittelbarer Nähe des Rheins statt. Das Ausstellungskonzept von ArtDialog und die Ausstellungsreihe „Kunst der Welt“ der „Deutschen Welle“ passten nahtlos zu einander. Der internationale Auftrag der Deutschen Welle und die Zielsetzung von ArtDialog fügten sich synergetisch zusammen. Ausgestellt wurden Malerei von Juri Platon und Alla Rusu sowie Videokunst von Pavel Braila, Lilia Dragneva/ Lucia Macari und Stefan Rusu.

Die Ausstellungseröffnung bei der Deutschen Welle erfolgte termingerecht am 16. November 2004 um 17.30 Uhr. Zur Eröffnung sprachen der stellvertretende Intendant Herr Dr. Hartstein und S.E. der Botschafter der Republik Moldau, Herr Dr. Igor Corman. In die Ausstellung führte Frau Dr. Miksche ein.

Als offizieller Vertreter der Künstler der Republik Moldau war Herr Simion Zamsha auf Einladung von ArtDialog bei der Eröffnung anwesend. Ebenfalls angereist waren Frau Alla Rusu aus Paris und Herr Juri Platon aus Leipzig. Die moldauischen Künstler wurden sehr freundlich aufgenommen.

Herr Dr. Hartstein brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass im Haus der Deutschen Welle eine interessante Ausstellung bislang unbekannter Künstler aus der Republik Moldau eröffnet werden konnte. Er äußerte den Wunsch nach einer weiteren Zusammenarbeit mit ArtDialog und wies in diesem Zusammenhang auch auf die Ausstellungsmöglichkeiten beim Fernsehen der Deutschen Welle in Berlin hin.

Herr Botschafter Dr. Corman begrüßte die Initiative von ArtDialog, das Land Moldau und seine zeitgenössische Kunst bekannt zu machen. Er machte deutlich, dass diese Ausstellung einen Beitrag zur Integration Moldaus in Europa leiste und das Land in seinem Bestreben um Mitgliedschaft in der Europäischen Union unterstütze.

Frau Dr. Miksche stellte die Arbeiten der Künstler vor und erläuterte die Idee und das Anliegen von ArtDialog. Sie machte darauf aufmerksam, dass das Projekt durch die Kulturstiftung des Bundes gefördert werde.

Die Ausstellungseröffnung war sehr gut besucht. Das Publikum setzte sich zusammen aus Mitarbeitern der Deutschen Welle und kunstinteressierten Bonner Bürgern, die nach einem von der Deutschen Welle und ArtDialog erstellten Schlüssel eingeladen worden waren. Das Interesse an der Ausstellung und an den Künstlern war lebhaft.

Die Vernissage wurde musikalisch durch einen Musiker mit zeitgenössischer Jazzmusik begleitet.

Zur Erfrischung wurden den Gästen durch die Deutsche Welle Getränke und Brezel angeboten. ArtDialog stellte Kostproben moldauischen Weins zu Verfügung.

Zum Erfolg der Eröffnung trugen auch die studentischen Hilfskräfte bei, die den Aufbau der Ausstellung praktisch unterstützten. Die Ausstellung wurde durchgehend von Studenten bewacht und die Exponate wurden gemäß dem Vertrag mit der Deutschen Welle durch die Firma „Assion electronic“ zusätzlich elektronisch gesichert. Der Besuch der Ausstellung war erwartungsgemäß gut. Der Eintritt war frei.

4.2.    Vernissage im Rathaus Hardtberg der Stadt Bonn

Die grafischen Arbeiten von Elena Karachentseva, Ion Severin, Marc Verlan  und Simion Zamsha wurden im zweiten Teil der Ausstellung präsentiert. Dieser wurde termingerecht am 16. November um 19.00 Uhr im Rathaus Hardtberg der Stadt Bonn eröffnet.

Die Eröffnung war ebenfalls gut besucht. Der Ausstellungsort ist langjährig eingeführt und bekannt für seine Ausstellungen im Sinne der Völkerverständigung. Entsprechend hoch waren die Erwartungen eines kunst- und kulturpolitisch interessierten Publikums. Zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens und der in Bonn ansässigen diplomatischen Vertreter waren anwesend.

Zur Eröffnung sprachen der Bezirksvorsteher Herr Gerhard Lorth, MdL, und der Botschafter der Republik Moldau, Herr Dr. Corman. Die Einführung in die Ausstellung hielt Frau Dr. Miksche. Sie verwies darauf, dass die Ausstellung von der Kulturstiftung des Bundes gefördert worden sei. Im Namen der Künstler dankte Herr Simion Zamsha für das Engagement von ArtDialog, der Deutschen Welle und der Stadt Bonn. Eine besondere Würdigung erfuhr die Ausstellung durch Herrn Lorth, der die Künstler, Herrn Botschafter Dr. Corman und die Vertreter von ArtDialog aufforderte, sich ins Goldene Buch des Rathaus Hardtberg einzutragen.

Die Eröffnung wurde auch hier musikalisch durch einen Musiker mit zeitgenössischer Jazzmusik begleitet. Die Bewirtung übernahm die Stadt Bonn.    

Die Exponate waren wiederum elektronisch gesichert, die Bewachung der Ausstellung zusätzlich durch Personal im Rathaus Hardtberg sichergestellt. Die Publikumsfrequenz war gut. Zwischen den beiden Ausstellungsorten war am Abend der Eröffnungen von pr-exact im Auftrag von ArtDialog ein Bustransfer organisiert worden (von Bonn-Reisen kostenlos zur Verfügung gestellt). Der Eintritt zur Ausstellung war frei.

Beide Ausstellungen wurden mit Unterstützung studentischer Hilfskräfte abgebaut, von der Firma Rettenmeyer & Ogilvie zolltechnisch abgefertigt und fristgerecht nach  Dresden transportiert.

4.3    Betreuung der Künstler in Bonn

Für die Betreuung der Künstler in Bonn engagierten sich Mitglieder von ArtDialog, aber auch Bonner Bürger, die für die Idee von ArtDialog gewonnen werden konnten.

Frau Wilke übernahm weitreichende Aufgaben bei der Betreuung der Künstler, für die sie auch Urlaubstage einsetzte.

Herr Dr. Georg Schall stellte ArtDialog zum Selbstkostenpreis in Bonn ein Appartement zur Verfügung, in dem die Künstler eine Woche lang wohnen konnten.

Frau Ingrid Kundoch organisierte in ihrer privaten Wohnung im Anschluss an die Eröffnung am 16.11 2004 eine kleine Feier zu Ehren der Künstler. Zu diesem Anlaß wurde ein von ArtDialog finanzierter Imbiss gereicht. An der Feier nahmen auch der Botschafter, Herr Dr. Corman und dessen Ehefrau teil.

In einem Rahmenprogramm wurde über pr-exact unter Mitwirkung von Mitgliedern von ArtDialog den Künstlern ein Einblick in das kulturelle, gesellschaftliche und politische Leben der Stadt Bonn gegeben sowie ein Eindruck von der kulturellen und landschafltichen Vielfalt der Region vermittelt. Dazu wurden Besuche in Bonn (romanische Doppelkirche Schwarz-Rheindorf, Haus der Geschichte, Tut-anch-Amun-Ausstellung), in Aachen (Münster und Rathaus), in Köln (Kölner Dom, romanische Kirchen, Museum Ludwig mit Picasso-Präsentation und Edward-Hopper-Ausstellung) organisiert. Einladungen zum Essen wurden von Mitgliedern von ArtDialog ausgesprochen und ermöglichten so eine lebhafte Kommunikation.
 
5.    Ausstellung in Dresden vom 16.01.2005 bis 12.03.2005 und Vernissage


Auch in Dresden lagen die Ausstellungskonzeption und ihre Durchführung in der Verantwortung der Agentur Artconcept. Die Ausstellung wurde an einem Ort, dem Neuen Sächsischen Kunstverein, präsentiert. Die praktische Arbeit erfolgte in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern des Neuen Sächsischen Kunstvereins. Die Räumlichkeiten des Kunstvereins erlaubten die Entwicklung eines Ausstellungs-
konzepts, das eine konsistente, in sich geschlossene Präsentation mit einer eindrucksvollen ästhetischen Wirkung hervorbrachte und zugleich jedem einzelnen Werk gerecht wurde. Die Ausstellung wurde von Mitarbeitern des Neuen Sächsischen Kunstvereins dokumentiert.

Die Ausstellung wurde am Sonntag, dem 16. Januar 2005, um 11.00 Uhr termingerecht eröffnet. Zur Eröffnung sprachen Herr Prof. Dr. Hans-Egbert Schröder, Vorsitzender des Kunstvereins, Herr Bodio, Botschaftsrat der Botschaft der Republik Moldau, Herr Beick, Vertreter des Sächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur, Frau Ulrike Scheffler, Geschäftsführerin des Kunstvereins und Frau Dr. Miksche.

In seiner Eröffnungsrede stellte Prof. Schröder das Engagement von ArtDialog heraus und gab seiner Freude Ausdruck, dass zwischen dem Neuen Sächsischen Kunstverein und ArtDialog eine fruchtbare Zusammenarbeit gediehen sei, deren eindrucksvolles Ergebnis in dieser Ausstellung vorgestellt werde. Er griff die Idee von ArtDialog auf und hob die Notwendigkeit der Begegnung mit Künstlern aus den Ländern Ost- und Südosteuropas hervor.

Herr Botschaftsrat Bodio sprach in Vertretung des Botschafters der Republik Moldau. Er sah die Bedeutung der Ausstellungen zeitgenössischer moldauischer Künstler als Beitrag zur Unterstützung der politischen Bemühungen seines Landes, die Mitgliedschaft in der Europäischen Union anzustreben.

Herr Beick sprach in Vertretung der Staatsministerin im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst von der Notwendigkeit, im Sinne der Zielsetzung von ArtDialog die Verständigung der Menschen in Europa intensiver zu gestalten, Erfahrungsmöglichkeiten auszuweiten, Vorurteile abzubauen. Die Kunst sei dazu das geeignete Medium.

Frau Scheffler empfahl den Kunstverein als Partner für eine weitere Zusammenarbeit mit ArtDialog. Sie stellte heraus, dass Dresden mit seiner Nachbarschaft zu Polen und Tschechien der gegebene Ort für Ausstellungen osteuropäischer Kunst sei und betonte die professionelle und freundschaftliche Zusammenarbeit bei der Durchführung des Projekts.

Frau Dr. Miksche führte in die Ausstellung ein, stellte die Arbeiten der Künstler vor und erläuterte das Anliegen von ArtDialog. Sie wies besonders auf die Kulturstiftung des Bundes als Förderer des Projekts hin.

Die Eröffnung war sehr gut besucht. Ein kunstinteressiertes Publikum diskutierte lebhaft über die ausgestellten Werke moldauischer Künstler. Zu der angeregten Atmosphäre trugen auch der musikalische Auftritt der Herren Moses und Genadi Sherman (Akkordeon und Geige), moldauischen Musikern aus Genthin, bei. Herr Dr. Dinkloh war als weiteres Mitglied von ArtDialog bei der Eröffnung anwesend und stand den Gästen als Gesprächspartner zur Verfügung.

Zur Eröffnung wurden vom Neuen Sächsischen Kunstverein anhand eines gemeinsam mit ArtDialog erstellten Schlüssels Einladungen versandt (s. Dokumentation). Das für Bonn aufbereitete Material, Flyer, Katalog und Übersetzungen, konnte in Dresden übernommen werden. Der Eintritt war frei.

Ein Mitarbeiter des Mitteldeutschen Rundfunks besuchte die Eröffnung der Ausstellung, um einen Beitrag zur Ausstellung für den mdr-Sachsenspiegel vorzubereiten. Der Beitrag ist zur vorgesehenen Zeit gesendet worden.

Im Anschluss an die Eröffnung trafen sich alle Beteiligten sowie Herr Bodio als Vertreter der moldauischen Botschaft und die aus Magdeburg angereisten Partner der dritten Ausstellungsetappe zu einem Meinungsaustausch. Dieses Zusammentreffen bot die Möglichkeit, mit Herrn Botschaftsrat Bodio über bisherige Erfahrungen und Schwierigkeiten bei dem Projekt zu sprechen und die Wahrnehmungen von ArtDialog bezüglich der persönlichen wie auch professionellen Bedingungen der moldauischen Künstler auszutauschen. Zugleich war es möglich, weitere Absprachen für die Ausstellungen in Magdeburg zu treffen.

Die Zusammenarbeit mit dem Neuen Sächsischen Kunstverein gestaltete sich  erfreulich und unproblematisch. Dieser Eindruck wurde vom Neuen Sächsischen Kunstverein geteilt, so dass er am Ende der Ausstellung ArtDialog die Zusage zu weiterer partnerschaftlicher Zusammenarbeit für ein neues Projekt im Jahr 2006/2007 gab.

Der Abbau der Ausstellung vollzog sich verabredungsgemäß und reibungslos. Der Transport nach Magdeburg und die Zollformalitäten einbezogen wurden durch die Firma Rettenmeyer & Ogilvie termingerecht durchgeführt.
 
6.    Ausstellungen in Magdeburg vom 17.03. bis 28.04.2005

In Magdeburg wurde die Ausstellung – wie in Bonn - an zwei verschiedenen Orten präsentiert. Die grafischen Arbeiten wurden in der kürzlich eröffneten neuen Bibliothek der Otto-von-Guericke-Universität gezeigt. Die Ausstellung war ein Novum für die Universität und sollte den Auftakt für eine Reihe künftiger Ausstellungsprojekte  bilden. Malerei und Videokunst wurden im Foyer des Funkhauses des Mitteldeutschen Rundfunks ausgestellt, einem Ort, der für Kunstausstellungen bereits ausgewiesen war.

Die Konzeption der Ausstellungen und ihre Durchführung lagen in der Verantwortung der Agentur Artconcept. Organisatorische und dokumentarische Aufgaben nahm  Foto-Grafik Rühmekorf wahr. Studentische Hilfskräfte standen zur Unterstützung des Aufbaus und während der Ausstellung in der Bibliothek zur Bewachung zur Verfügung.

Die Einladungskarten waren von ArtDialog zur Verfügung gestellt und von den beiden Ausstellungspartnern nach den Bedürfnissen der Partner versandt worden. Der Ausstellungskatalog wurde an beiden Orten zum Verkauf angeboten, Flyer und weiteres Informationsmaterial lagen aus.

Die Eröffnungen der beiden Ausstellungen erfolgten termingerecht
am 18.03.2005 um 18.00 Uhr in der Universitätsbibliothek und um 20.00 Uhr beim Mitteldeutschen Rundfunk.

6.1    Vernissage in der Bibliothek der Otto-von-Guericke-Universität


Die qualitätvolle zeitgenössische Architektur der Bibliothek ergab einen angemessenen Rahmen für die Präsentation der grafischen Arbeiten. Zugleich verband sich der Ort als Ort des gedruckten Buches sinnfällig mit den druckgrafischen Exponaten. Es wurden die grafischen Arbeiten von Elena Karachentseva, Ion Severin, Marc Verlan und Simion Zamsha präsentiert.

Zur Eröffnung in der Universität sprachen Herr Prof. Dr. K. E. Pohlmann, Rektor der Universität, Herr Bodio, Botschaftsrat der Botschaft der Republik Moldau. In die Ausstellung führte Frau Dr. Miksche ein.

Herr Prof. Dr. Pohlmann begrüßte die Ausstellung grafischer Werke moldauischer Künstler in der Bibliothek der Universität nachdrücklich. Er verwies auf die Offenheit der Universität gegenüber anderen Kulturen, die sich auch in dem mit 12% sehr hohen Anteil ausländischer Studierender spiegele und betonte, dass er die Bibliothek der Universität daher für einen besonders gut geeigneten Ort zur Präsentation der grafischen Kunst moldauischer Künstler halte, als Angebot für die Studierenden, aber auch für die Mitarbeiter der Universität und externe kunstinteressierte Gäste.

Herr Bodio dankte in seiner Rede erneut für das Engagement von ArtDialog für die Weiterentwicklung der kulturellen Beziehungen zwischen der Republik Moldau und Deutschland. Projekte wie die Ausstellungen von ArtDialog trügen dazu bei, die Republik Moldau und ihr kulturelles Potential auf dem Weg nach Europa bekannt zu machen.        

Frau Dr. Miksche stellte die grafischen Arbeiten vor. Sie hob auch die tatkräftige Unterstützung durch Herrn Prof. Dr. Hauptmanns, Leiter der Abteilung Anlagentechnik und Anlagensicherheit der Universität und durch Herrn Blum, stellvertretender Bibliotheksdirektor, im Vorfeld der Eröffnung hervor. Sie dankte den engagierten Studierenden für ihre Hilfestellung beim Aufbau der Ausstellung und wies auf die großzügige Förderung des Ausstellungsprojekts durch die Kulturstiftung des Bundes hin.

Als offizieller Vertreter der Künstler der Republik Moldau war Herr Juri Platon aus Leipzig angereist. Herr Platon wurde von den Gästen der Vernissage sehr freundlich begrüßt.    

Die Ausstellungseröffnung war gut besucht. Das Publikum setzte sich zusammen aus Mitarbeitern und Studierenden der Universität und Magdeburger Bürgern. Die grafischen Arbeiten riefen ein großes Interesse bei den Besuchern der Vernissage hervor, was an der lebhaften Diskussion, auch mit Juri Platon, deutlich wurde.
Musikalisch wurde die Eröffnung – wie in Dresden - von den Herren Moses und Genadi Sherman, moldauischen Musikern aus Genthin, sehr temperamentvoll begleitet.

Bei dem anschließenden Rundgang durch die Ausstellung wurden ein Imbiss und Getränke gereicht. Die Kosten dafür trug die Universität.   

Wegen der hohen Besucherfrequenz in der Bibliothek war eine durchgehende Bewachung durch Studierende der Universität erforderlich. Sie gehörten unterschiedlichen Nationalitäten an und hatten durch ArtDialog eine Einführung in die Ausstellung erfahren. Sie waren sorgfältig, pünktlich, freundlich und aufgeschlossen.

6.2    Vernissage im Funkhaus des Mitteldeutschen Rundfunks in Magdeburg

Im Funkhaus des MDR wurden Malerei von Juri Platon und Alla Rusu sowie Videokunst von Pavel Braila, Lilia Dragneva/Lucia Macari und Stefan Rusu präsentiert. Das großzügige Foyer mit seiner lichten Architektur und seinen hohen Wänden bildete einen geeigneten Rahmen für die Ausstellung. Durch die Glasfront zur Elbe war die Ausstellung weithin sichtbar und machte so auch Passanten auf die Ausstellung aufmerksam. Die hohen Wände des Foyers brachten die großformatigen Gemälde von Juri Platon aber auch die Malerei von Alla Rusu zu beeindruckender Wirkung. Die Videoarbeiten von Pavel Braila, Lilia Dragneva/Lucia Macari und Stefan Rusu entfalteten ihre Wirkung in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Fernsehauf-nahmestudios des Senders.

Beim Mitteldeutschen Rundfunk sprachen zur Eröffnung der Ausstellung Frau Elke Lüdecke, Direktorin des Senders, Herr Bodio, Botschaftsrat der Botschaft der Republik Moldau, und Frau Dr. Miksche, ArtDialog.

Frau Lüdecke begrüßte Juri Platon als Vertreter der moldauischen Künstler und betonte die Qualität der ausgestellten Exponate. Sie brachte ihre Freude über die gelungene Präsentation im Foyer des Senders zum Ausdruck.

Herr Bodio wünschte auch diesem Ausstellungsteil Erfolg und gute Publikums-resonanz zum Wohle der moldauischen Künstler. Er betonte wiederum das verdienstvolle Engagement von ArtDialog und brachte die Hoffnung der Botschaft zum Ausdruck, künftig mit ArtDialog weitere kulturelle Projekte realisieren zu können.

Frau Dr. Miksche stellte die Arbeiten der Künstler vor und dankte dem Sender, besonders Herrn Thomas Ahrens, Leiter der Abteilung Kommunikation, für die partnerschaftliche Zusammenarbeit, die sich vor dem Hintergrund eines früheren gemeinsamen Ausstellungsprojektes wiederum als sehr produktiv herausstellte. Frau Dr. Miksche wies darauf hin, dass die Ausstellung von der Kulturstiftung des Bundes gefördert würde. Sie dankte auch hier den Studierenden der Universität für ihre Unterstützung.

Die Eröffnung wurde auch beim Mitteldeutschen Rundfunk sehr wirkungsvoll von den Musikern Genadi und Moses Sherman begleitet.

Die Eröffnung war gut besucht. Wiederum stand Juri Platon im Mittelpunkt des Interesses eines kunstinteressierten Publikums. Seine Arbeiten fanden zudem das Interesse einer in Magdeburg tätigen Galeristin.

Die Ausstellung war videoüberwacht. Der Eintritt war frei.
 
7.    Bewerbung der Ausstellung und Presseresonanz

7.1    Bonn

Zu beiden Ausstellungseröffnungen in Bonn wurden von der Deutschen Welle und der Stadt Bonn schriftliche Einladungen versandt. Die Namenslisten dazu hatten die Deutsche Welle und die Stadt Bonn nach einem gemeinsam mit ArtDialog erstellten Schlüssel zusammengestellt.

Die Deutsche Welle machte im Stadtgebiet von Bonn durch großformatige Plakate auf die Ausstellung aufmerksam (s. Dokumentation).

Am Tag der Vernissage in Bonn zeichnete die rumänische Redaktion der Deutschen Welle zwei Interviews auf und sendete diese am folgenden Tag. Als Künstler wurden Simion Zamsha, Alla Rusu und Juri Platon zu ihren Arbeiten und der Ausstellung interviewt. Über die kulturpolitische Bedeutung der Ausstellung im Kontext der west-östlichen Beziehungen wurde Frau Dr. Miksche interviewt.

Die ortsansässigen Tageszeitungen berichteten mit Abbildung über das Ausstellungsprojekt.

Die von ArtDialog hergestellten Flyer über die Republik Moldau und die Ausstellungen lagen bei wichtigen Kulturinstitutionen in Bonn (z. B. Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Kunstmuseum Bonn, Frauenmuseum Bonn, etc.) aus.

Führungen durch die Ausstellungen wurden von Frau Dr. Miksche am 23.11. und 9.12. jeweils um 16.00 Uhr angeboten. Sie waren in der Tagespresse angekündigt.

Eine überregionale Bewerbung ausgesuchter Kulturredaktionen (Printmedien, Radio, Fernsehen) einschließlich Übersendung des Katalogs besorgte Herr Thorsten Dum; inzwischen Mitglied von ArtDialog.

Der Katalog der Ausstellung wurde auch den Bibliotheken der Kunsthistorischen  Institute der Universitäten Bonn und Köln zur Verfügung gestellt.

Als Resonanz auf die Ausstellungen in Bonn zeigte der rumänische Generalkonsul in Bonn sein Interesse an einem gleichartigen Projekt mit rumänischen Künstlern unter Federführung von ArtDialog.

Der Präsident des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), Herr Dr. Christian Grugel, brachte sein Interesse zum Ausdruck, die Ausstellung nach Beendigung in Magdeburg im Dienstgebäude in Berlin anläßlich eines internationalen Kongresses zu zeigen. Dieser Plan scheiterte allerdings an fehlenden Geldmitteln.

7.2.     Dresden

In Dresden besuchte ein Vertreter des Fernsehens des Mitteldeutschen Rundfunks die Eröffnung der Ausstellung und wurde von ArtDialog mit den notwendigen Informationen und geeignetem Pressematerial versehen. Eine entsprechende Berichterstattung wurde vom mdr Sachsenspiegel ausgestrahlt.

7.3    Magdeburg

Der Mitteldeutsche Rundfunk bewarb die Ausstellung über verschiedene Programme des Senders und in den Printmedien.

Die örtliche Presse berichtete über die Ausstellung mit Abbildungen (s. Dokumentation).
 
8.    Transport

8.1    Transporte aus Chisinau, Paris und Leipzig


Recherchen machten deutlich, dass private, aus Moldau stammende Anbieter die Sicherheit des Transports von Chisinau nach Bonn nicht garantieren konnten. Renommierte deutsche Kunsttransportunternehmen lehnten auf Anfrage einen Transport von Moldau nach Deutschland und zurück ab. Auf Empfehlung der Deutschen Botschaft in Chisinau wurde die Firma Rettenmayer & Ogilvie mit dem Transport beauftragt, die als einzige ArtDialog bekannte Firma zu einem solchen Transport von Kunstwerken aus der Republik Moldau bereit war.

Die Firma Rettenmeyer & Ogilvie stellte sich als zuverlässiges und flexibel reagierendes Transportunternehmen heraus, mit dessen Hilfe die gravierenden Schwierigkeiten im Vorfeld der Eröffnungen in Bonn überwunden werden konnten. Die Schwierigkeiten resultierten im Wesentlichen daraus, dass einige Künstler sich nicht an den mit dem Transportunternehmen und ArtDialog vereinbarten Zeitplan hielten. Zusätzlich führte der überraschende, sehr frühe Wintereinbruch zu Schwierigkeiten bei der termingerechten Anlieferung. Die Erfahrungen des Transportunternehmens Rettenmeyer & Ogilvie mit den Mentalitäten der Menschen in der Republik Moldau und den Zollformalitäten sowie seine Fähigkeit, flexibel auf sich verändernde Situationen einzugehen, trugen wesentlich dazu bei, dass die Ausstellungen termingerecht eröffnet werden konnten. Rettenmeyer & Ogilvie führte den Transport sowie die Zollformalitäten stets sach- und termingerecht durch.

Auch der Transport aus Paris bereitete unvorhergesehene Schwierigkeiten. Die Künstlerin Alla Rusu wollte zunächst ihre Arbeiten selbst aus Paris nach Bonn transportieren, änderte aber kurz vor der Vernissage in Bonn ihre Meinung und beanspruchte ein Transportunternehmen. Nach Abschluss einer Vereinbarung veränderte sie ohne vorherige Absprache den Termin für den Transport Paris-Bonn, was zu erheblichen Terminschwierigkeiten seitens der Spedition führte. Auch diese konnten glücklicherweise durch Kooperation zwischen ArtDialog und dem Transportunternehmen Rettenmeyer & Ogilvie gelöst werden.

Der Künstler Juri Platon transportierte seine Arbeiten aus Leipzig in eigener Regie.

8.2    Transporte in Deutschland und Rücktransport
         in die Republik Moldau, nach Paris und Leipzig


Die Firma Rettenmayer & Ogilvie nahm nach dem Abbau in Bonn die Exponate auf Lager, um sie zu Beginn des Jahres 2005 nach Dresden zum Neuen Sächsischen Kunstverein zu transportieren.  

Die Exponate der Ausstellung wurden von der Firma ordnungsgemäß beim Zoll in Bonn abgefertigt, in Dresden ordnungsgemäß beim Zoll angemeldet und sodann termingerecht am Ausstellungsort angeliefert. Entsprechend verfuhr das Transportunternehmen am Ausstellungsort Magdeburg. Die Ausfuhr der Exponate in die Republik Moldau erfolgte nach Zollabfertigung in Berlin. Die Exponate wurden gemäß den Transportpapieren am 13. 05. 2005 von der Partnerorganisation, dem „Center for Contemporary Art“ in Chisinau, entgegen genommen (Stempel, Unterschrift; s. Dokumentation).

Auch die aus Paris stammenden Arbeiten sind wieder unversehrt bei der Künstlerin eingetroffen. Für die Rückführung der aus Leipzig stammenden Arbeiten von Juri Platon fühlte sich der Künstler selbst verantwortlich. Die bei der Ausstellung für die Vorstellung der Videokunst benutzen Monitore wurden nach Bonn zur Geschäftsstelle von ArtDialog, Goetheallee 45, 53225 Bonn, zurück gebracht. Sie wurden dort katalogisiert und archiviert.

Die Exponate waren, den Vereinbarungen mit den jeweiligen Partnern entsprechend, versichert.
 
9.    Erfahrungen und Schwierigkeiten

Bei der Durchführung des Projektes hat ArtDialog eine Reihe von Erfahrungen in der Überwindung unerwarteter Schwierigkeiten sammeln können.Es ist uns ein Anliegen, diese Erfahrungen in diesem Bericht mit zur Sprache zu bringen.

Die guten Kontakte, die von ArtDialog zum „Center for Contemporary Art“ und den Künstlern geknüpft worden waren sowie die vertraglich unterzeichnete Bereitschaft der Künstler zur Teilnahme an dem Projekt ließen erwarten, dass die Auswahl der Exponate in einer Athmophäre wechselseitiger Kooperation verlaufen würde. In Teilaspekten gestaltete sich die Zusammenarbeit jedoch schwierig.

Beispiele:
- Das Bundespräsidialamt in Berlin hatte zugesagt, dass Herr Bundespräsident Dr. Horst Köhler ein Geleitwort für den Ausstellungskatalog schreiben würde, wenn gleichzeitig ein Geleitwort des Präsidenten von Moldau veröffentlicht würde. Die Künstler Pavel Braila, Lilia Dragneva und Stefan Rusu verwahrten sich jedoch vehement dagegen, „mit dem Repräsentanten einer kommunistischen Regierung, unter der weiterhin schwere Diskriminierungen von Intellektuellen stattfinden, in einem Katalog genannt zu werden“. ArtDialog respektierte die Opposition der Künstler und und verzichtete auf die Geleitworte.

- Pavel Braila zog überraschend auf Empfehlung seines Galeristen in Paris seine Zusage für den Ausstellungstitel “Shoes for Europe“ zurück.

- Unstimmigkeiten der Künstler untereinander erschwerten und belasteten die Kommunikation. Kommunikationsprobleme entstanden auch durch deutliche, mentalitätsbedingte Verhaltensunterschiede. Das nachfolgende Zitat eines Künstlers aus Chisinau verdeutlicht die Situtation: “Wir wollen hier nicht mit dir diskutieren, was du ausstellen willst. Nimm, was du willst!“

- Ein anderes Problem waren die Terminabsprachen, die meistens nicht in der uns gewohnten Weise funktionierten, weil Künstler plötzlich verreisten oder anderen für sie wichtigeren Dingen nachgingen.

- Während des Besuchs von Artconcept in Chisinau stellte sich heraus, dass einige der Künstler, die zur Präsentation durch ArtDialog vorgesehen waren, als Kuratoren ihrer Werke für ein Ausstellungsprojekt in Süddeutschland engagiert waren. Sie stellten in der Folge auch an ArtDialog finanzielle Forderungen und drohten nach Ablehnung mit einem Boykott der Ausstellung. Unter Hinweis auf den mit ArtDialog eingegangenen Vertrag und mit weiteren Argumenten gelang es jedoch bis zum Ende der Woche, alle Exponate für die Ausstellung auszuwählen.

- In dieser Situation war die Zusammenarbeit mit der Dolmetscherin Tanja Madar sehr hilfreich, die mit ihrer durch die vorangegangene Zusammenarbeit mit deutschen Regierungsvertretern gewonnene Kompetenz sehr effizient arbeitete und zugleich sprachliche wie auch emotionale Brücken bauen konnte.

- Auch im Vorfeld der Eröffnung in Bonn gab es einige gravierende Schwierigkeiten zu überwinden. Auf die Probleme, die daraus für die Katalogherstellung resultierten, wurde bereits hingewiesen, ebenso auf die Probleme, die im Zusammenhang mit den Transporten der Exponate gelöst wurden.

- Zuletzt sei auf den engen Zeitrahmen von der Überweisung der ersten Rate der Mittel durch die Kulturstiftung des Bundes und den Eröffnungen in Bonn hingewiesen. Der enge Zeitrahmen erforderte ein außerordentlich effektives und sachkundiges Management. ArtDialog konnte Partner finden, die sich in besonderem Maße der Idee des Projekts verpflichtet fühlten und sich entsprechend engagiert und erfolgreich für die Realisierung des Projekts einsetzten.
 
10.     Zusammenfassung und Ausblick

Die Präsentation der Ausstellungen „ArtDialog, Junge Kunst aus der Republik Moldau“, war das erste Projekt von ArtDialog e.V., Gesellschaft zur Förderung der europäischen Integration durch Kunst.

In die Vorbereitungsphase des Projekts fielen alle zur erfolgreichen Eröffnung der Ausstellungen nötigen Arbeiten wie die Auswahl der Exponate von zehn Künstlern in Chisinau, Paris und Leipzig, die Konzeption der Ausstellungen und ihre Realisierung, die Erstellung wissenschaftlicher Texte für den Katalog, die grafische Gestaltung und der Druck des Katalogs, die Gestaltung und Erstellung der Einladungen und weiteren Informationsmaterials, die Organisation und Durchführung der Transporte und die Pressearbeit sowie die Erarbeitung eines Programms für die Künstler in Bonn. Hierzu wurden von ArtDialog entsprechende Aufträge an als kompetent und zuverlässig bekannte Firmen vergeben. Als Partner in Chisinau, Hauptstadt der Republik Moldau, war das „Center for Contemporary Art“ gewonnen worden.

Die Ausstellungen wurden termingerecht eröffnet am  

- 16.11.2004     in der Deutschen Welle Bonn sowie im Rathaus Hardtberg der Stadt Bonn,
- 16.01.2005    beim Neuen Sächsischen Kunstverein in Dresden
- 17.03.2005    in der Bibliothek der Otto-von-Guericke-Universität und im Funkhaus des Mitteldeutschen Rundfunks in Magdeburg.

Die Ausstellungen präsentierten Videoarbeiten von Pavel Braila, Lilia Dragneva/Lucia Macari und Stefan Rusu, Malerei von Juri Platon und Alla Rusu  und grafische Werke von Elena Karachentseva, Ion Severin, Marc Verlan und Simion Zamsha.

Als offizieller Vertreter der Künstler wurde Simion Zamsha nach Bonn eingeladen.  Daneben waren die Künstler Juri Platon und Alla Rusu anwesend. Ein umfangreiches Begleitprogramm machte die Künstler mit der kulturellen Vielfalt der Region Bonn, Köln, Aachen bekannt und gab Gelegenheit zu anregenden Diskussionen. In Magdeburg wurden die Künstler von Juri Platon vertreten.

Die Exponate sind nach Beendigung der letzten Ausstellung den Künstlern in Chisinau und Paris wieder zugestellt worden.

Die Publikumsresonanz auf die Ausstellungsprojekte war gut. Die Medien waren durch ArtDialog und den Katalog zur Ausstellung umfassend über das Projekt und die Förderung, die es durch die Kulturstiftung des Bundes erfuhr, unterrichtet. Die Medien, DW, mdr-Sachsenspiegel und die regionale Tagespresse, berichteten positiv über die Ausstellungen.

Die kulturpolitische Dimension des Projekts wurde von den an den Vernissagen beteiligten Partnern, Mitwirkenden und Teilnehmern erkannt und in den Reden zur Eröffnung der Ausstellungen in Bonn, Dresden und Magdeburg immer wieder als beispielhaft hervorgehoben. Die Begegnung mit Künstlern und ihrer Kunst aus der in Deutschland weitgehend unbekannten Republik Moldau führte zu lebhaften Gesprächen und wurde von den Beteiligten als große Bereicherung erfahren.

Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit externen Vertragspartnern ermöglichte die Realisierung des Projekts auf einem hohen, professionellen Niveau. Sie machte sich auch in der guten Zusammenarbeit mit Ausstellungspartnern ganz unterschiedlicher Struktur bemerkbar. Alle Ausstellungspartner in Bonn, Dresden und Magdeburg möchten auch in Zukunft ArtDialog zusammenarbeiten.

Ein Beleg für den Erfolg und die nachhaltige öffentliche Wirksamkeit des Projekts wird auch in einer für Januar 2006 geplanten Veröffentlichung über ArtDialog in der Zeitschrift „Junge Kunst“ durch Frau Christina zu Mecklenburg zu sehen sein.  

Die zahlreichen Schwierigkeiten, die bei der Durchführung des Projekts zu über-winden waren, kamen nicht völlig unerwartet. Sie waren zum überwiegenden Teil in den andersartigen Lebenserfahrungen und –bedingungen der Künstler in der Republik Moldau begründet. Schulzeit und Studium der Künstler fanden noch unter der sowjetischen Regierungszeit statt. Das Bemühen, sich dem westeuropäischen Standard und Lebensstil zu öffen, war überall spürbar. Trotzdem wich das Selbst-verständnis mancher Künstler immer wieder vom selbst formulierten Anspruch ab. Eine erfolgreiche kulturelle Zusammenarbeit wird daher auch künftig ein großes Maß an wechselseitiger Toleranz erfordern. Bei der Planung und Durchführung von Ausstellungen muss mit plötzlichen Veränderungen der konzeptionellen Grundlagen des Projekts gerechnet werden z.B. durch die Nichteinhaltung getroffener Vereinbarungen durch einzelne Künstler. Dies sollte auch bei der Vergabe von Fördermitteln berücksichtigt werden.

ArtDialog betrachtet den Erfolg des Ausstellungsprojekts „Artdialog, Junge Kunst aus der Republik Moldau“ als ermutigend. Bereits jetzt ist absehbar, dass die Ausstel-lungen und die Kommunikation mit den Künstlern einen nachhaltig wirksamen Prozess eingeleitet haben. Dies zeigt sich z.B. an der Einladung des Künstlers und Akademieprofessors Simion Zamsha an Frau Dr. Miksche, im August 2005 als Re-
ferentin an einem „pleinair“ in Chisinau teilzunehmen und anläßlich einer Ausstel-lungseröffnung in der Nationalgalerie in Chisinau zu sprechen.

Die Erweiterung der Europäischen Union um zehn neue Mitglieder sowie das von der Europäischen Kommission vorgelegte „Konzept der neuen Nachbarschaften“, welches mit seinem politischen und wirtschaftlichen Schwerpunkt auch die neuen Nachbarn der Europäischen Union in Ost- und Südosteuropa einbezieht, erfordert
ein kulturelles Engagement zur Weiterentwicklung Europas innerhalb der Europäischen Union und über diese hinaus. Durch diese neuen politischen Ent-wicklungen und aufgrund des Erfolgs des ersten Ausstellungsprojektes mit Künstlern aus der Republik Moldau sieht sich ArtDialog ermutigt, weitere Ausstellungskonzepte zur Förderung der europäischen Integration zu entwickeln. ArtDialog würde es begrüßen, wenn die Kulturstiftung des Bundes dieses Engagement auch künftig unterstützen würde.

Dr. Uta Friederike Miksche                                    Marlies Wilke
stellvertretende Vorsitzende von ArtDialog         Schriftführerin von ArtDialog