FLUCHTPUNKT (2016) - Syrien

Schaufenster am Wochenende 28.05.2016:

 

                                                       

EINLADUNG – INVITATION - دعوة

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Kunstausstellung Fluchtpunkt / Point de fuite / نقطة التلاشي

 Schirmherr Ashok Sridharan, Oberbürgermeister der Stadt Bonn

 Vernissage 03. Mai 2016, 17 Uhr
Institut français Bonn, Adenauerallee 35

 Syrische Künstlerinnen und Künstler präsentieren Exponate zum Thema Flucht und Integration

 Darin Ahmad, Kefah Ali Deeb, Fouad El-Auwad, Akram Hamza, Adnan Sharbaji

Interkulturelle Kunstausstellung Fluchtpunkt / Point de fuite

Mai bis 4. Juli 2016, Institut français Bonn

Projektträger:
Institut français Bonn an der Universität Bonn e. V. und
ArtDialog e. V., Gesellschaft zur Förderung der Europäischen Integration durch Kunst

Ziele des Projekts:
Ziele des Projekts sind, die Integration von Flüchtlingen in Bonn und der Region und darüber hinaus in Europa über Kunst zu fördern. Auch die Mehrsprachigkeit in Europa soll dadurch gefördert werden, weil das Projekt nicht nur Deutschlernende, sondern auch frankophone Künstler ansprechen soll.

Projektidee:
Vier bis fünf KünstlerInnen aus Ländern des vorderen Orients mit Flucht-Hintergrund präsentieren Kunstwerke - bildhauerische Werke, Fotografien, Malereien o.a. - , in denen sie sich mit den Themen Flucht, Krieg und dem Aufeinanderprallen verschiedener Kulturen auseinander setzen. Die Kunstwerke stehen bereits zur Verfügung oder werden im Rahmen des Projekts hergestellt.

Die Kunstwerke werden im Gebäude des Institut français ausgestellt: im Veranstaltungssaal im Untergeschoss, im Foyer (hier ist die Präsentation auch skulpturaler Werke möglich), in den Kursräumen und in der Mediathek.

Die Künstler setzen sich in ihren Werken mit Fragen nach kultureller Identität auseinander: Wie verändern die Fluchterfahrung und Begegnung mit einer völlig anderen Kultur die  Selbstwahrnehmung und die eigene Identität? Es sollen nur Werke von hoher künstlerischer Qualität ausgestellt werden. Die teilnehmenden KünstlerInnen sollten einen professionellen Hintergrund haben und in ihrem Heimatland möglichst bereits als professionelle KünstlerInnen tätig gewesen sein.

Durch die Schaffung und Ausstellung der Kunstwerke treten Künstler und Publikum aus dem vorderen Orient bzw. Afrika und Deutschland miteinander in Dialog.

Die Vernissage soll von einem kulturellen Rahmenprogramm begleitet werden, z.B. einem musikalischen Beitrag. In der Vernissage wird das Projekt vorgestellt; dabei werden die Beiträge dreisprachig (Französisch, Deutsch, Arabisch) zur Verfügung gestellt. Die Ausstellung selbst soll von einem kulturellen Rahmenprogramm  begleitet werden mit Veranstaltungen zum Thema Flucht und Integration.

Zum Titel:
Der Fluchtpunkt ist in der Kunst das zentrale Element, um einem Foto oder gemalten Bild Perspektive zu geben. Der Fluchtpunkt gibt Orientierung und weist als perspektivisches Element in die Zukunft. In ihm laufen Linien, die vom eigenen Standort aus gesehen weit entfernt voneinander liegen, letztlich zusammen.

Die Symbolik dieses Begriffs liegt auf der Hand: Die zweite Bedeutung des Worts liegt in einem Ort, an dem Vertriebene und Flüchtlinge aufgenommen, betreut und beraten werden. Dieser Punkt gibt auch in diesem Sinn Orientierung und möchte Perspektiven aufzeigen.

Mit dem Kunstprojekt „Fluchtpunkt“ möchten das Institut français Bonn und ArtDialog e.V. geflüchteten und nicht geflüchteten MitbürgerInnen zeigen, dass es bei einer interkulturellen Begegnung zunächst zwar oft zu scheint, als sei man unfassbar weit voneinander entfernt. Tatsächlich bewegen wir uns aber – wenn man bereit ist, sich auf andere Perspektiven einzulassen – langfristig auf einen gemeinsamen Punkt zu. Das Projekt möchte dazu beitragen, dass Menschen verschiedener Kulturen aufeinander zugehen und sich kennen lernen. Die Kunstausstellung zeigt dabei verschiedene Perspektiven zum gleichen Sachverhalte auf.

Zielgruppe:
Die anzusprechende Zielgruppe ist sehr groß und umfasst die Zivilgesellschaft in Bonn und Umgebung. Kernzielgruppe sind Kunstbegeisterte aller Altersgruppen, es sollen zudem besonders ausländische Bevölkerungsgruppen und Akteure der internationalen Zusammenarbeit und der Integrationsarbeit angesprochen werden.

Bei einem der vielen, im Institut français stattfindenden Mediatheks-, Kurs- oder Veranstaltungsbesuche stößt das Publikum sozusagen „automatisch“ auf die Kunstwerke. So wird ein breiteres Zielpublikum erreicht, das eventuell nicht autonom nach ähnlichen Veranstaltungen sucht. Zu diesem zufälligen Publikum zählen auch hunderte Romanistik-Studierende der Universität Bonn.

Öffentlichkeitsarbeit:
Begleitend zur Ausstellung und um das Projekt schriftlich nachvollziehbar zu machen, wird ein Dokument (Katalog, Broschüre, Leporello o.ä.) unter der kunstwissenschaftlichen Begleitung von Dr. Uta Miksche, Kunsthistorikerin, erstellt. Dem Besucher wird dadurch das Verständnis der Ausstellung erleichtert und das Projekt wird damit nachhaltig nachverfolg- und nachvollziehbar.

Die Presse (Printmedien, Fernsehen, Rundfunk) wird über die Ereignisse informiert mit dem Ziel, ein noch größeres Publikum zu erreichen.