Mit Beethoven unter einem D-A-CH (2020) - Deutschland, Österreich, Schweiz

Das  Programm zur Ausstellung kann hier auch als pdf-Datei herunter geladen werden

Ausstellungsprojekt
„Mit Beethoven unter einem D-A-CH“
mit Künstlerinnen und Künstlern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz
im Künstlerforum Bonn (12.01.- 02.02.2020)

1. Projektbeschreibung

Das Ausstellungsprojekt ist als Beitrag zum Beethoven Jubiläumsjahr 2020 anlässlich des 250. Geburtstags von Beethoven geplant. Es sollen Werke zeitgenössischer Künstler*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz (je drei bis vier) zum Thema Natur, speziell Landschaft aus den Kategorien Malerei, Plastik, Installation, Fotografie, Video u.a. präsentiert werden.

Künstler*nnen der Ausstellung

Künstler*innen aus Deutschland

1. Cornelia Genschow www.grasblau.de

 Cornelia Genschow widmet sich in ihrem künstlerischen Werk gänzlich der faszinierenden Pflanzenfamilie der Gräser. Sowohl die kulturanthropologische Bedeutung der Gräser als auch ihre ästhetische Dimension in der Masse oder in der Vielfalt an individuell ausgeprägter Schönheit bieten ihr dabei Spielraum für malerische, grafische und audiovisuelle Konzepte. Es entstehen serielle Malereien, welche in ihrer ästhetischen Dimension Geste und Struktur ausloten und die Farbe Grün an ihre emotionalen Ränder treiben. Botanische Untersuchungen werfen ein Licht auf die innerhalb der Pflanzenfamilie auftretende Artenvielfalt, Rechercheprojekte vor Ort kulminieren in feinen Graffiti-Wandarbeiten im öffentlichen Raum oder in musealen Zusammenhängen. Kohle-  und Buntstiftzeichnungen begleiten diese Herangehensweise. In einem weiteren aktuellen Ansatz entstehen kurze poetische Videosequenzen, die Fragen an die Atmosphäre im Innen- und Außenraum stellen. Dieser facettenreiche künstlerische Ertrag spiegelt am Beispiel der Graspflanze die unschätzbar kostbare Mannigfaltigkeit der uns umgebenden Natur und das Verhältnis des Menschen zu dieser wieder. Gleichzeitig huldigt er einer Spezies, welche vermeintlich unscheinbar und sogleich allumfassend unseren Globus besiedelt.

2. Petra Siering petrasiering.de

Als bevorzugte Materialien für ihre bildhauerischen Arbeiten wählt Petra Siering Marmor und Gussbeton - Natur gewachsenen und aus natürlichen Stoffen synthetisierten  Stein. In seiner Wiedererkennbarkeit als Naturprodukt einerseits  und als technisch hervorgebrachtes Erzeugnis andererseits wird der Stein als gegensätzliches Material zum Ausgangspunkt für die Entwicklung ihrer plastischen Arbeiten. Ihre Skulpturen aus lebendigen Marmorblöcken mit individuellen Oberflächenstrukturen und aus abweisend und einförmig wirkenden, gegossenen Betonsteinen sind dreidimensionale Erfindungen, in denen sich das scheinbar Gegensätzliche zu einem ausbalancierten und ausgewogenen, innovativen Ganzen verbindet. Sie sind künstlerische Neuschöpfungen, die unser Verhältnis zur uns umgebenden Natur und den Errungenschaften unserer Zivilisation beleuchten und die Möglichkeit der Verbindung von Beidem in einem harmonischen Ganzen aufzeigen können.

3. Andreas Walther www.andreaswalther.de

Im Mittelpunkt des künstlerischen Schaffens von Andreas Walther steht die Landschaftsfotografie, die insbesondere durch seine langen Aufenthalte in Taiwan und die intensive Beschäftigung mit der ostasiatischen Auffassung von Kunst nachhaltige Impulse empfangen hat. So ist ein poetisch-fotografisches Werk von atmosphärischer Intensität entstanden, das durch die Hinwendung zur Abstraktion noch eindrücklicher geworden ist. Unverzichtbar ist für ihn auch das aufwendige digitale Druckverfahren mit Pigmenttinte, welches es ihm ermöglicht, feinste Farbschattierungen zu erzeugen und die Wirkung seiner meditativen Naturansichten noch weiter zu steigern. Sowohl sein Blick auf die Natur als auch die raffinierte Fertigung bis zum Exponat hebt seine Arbeiten weit über die gängige Landschafts- und Naturfotografie hinaus.Reisestipendium, Staatskanzlei NRW

4. Ute Wöllmann www.utewoellmann.de

 Kräftiger Pinselstrich, pastoser Farbauftrag und gestische Pinselführung charakterisieren die Bilder von Ute Wöllmann, kräftig und widerstandsfähig wie die Natur selbst, der sie mit ihrer Malerei Ausdruck verleiht. Seit ihrer frühen Jungend ist sie von der heimischen Flora fasziniert, fühlt sie sich mit der Welt der Pflanzen verbunden. So wurden Pflanzen aus der freien Natur das bestimmende Thema ihrer künstlerischen Praxis. Für die Einzigartigkeit unserer Pflanzenwelt findet sie ein anscheinend unerschöpfliches Repertoire an Ausdrucksmöglichkeiten, bringt sie in einer abstrakten Formensprache immer wieder neue Form- und Farbfindungen auf die Leinwand. Bei längerer Betrachtung entdeckt man, dass hinter ihren Gemälden auch Seelenbilder stehen.